Warum muss immer gestichelt werden? Wer bestimmt wer der "Chef" ist? Du?....
Ich gehe ins Stadion um die Mannschaft spielen zu sehen und wenn ich möchte kann ich sie lautstark unterstützen oder auch nicht. Das lasse ich mir aber garantiert von niemandem vorschreiben. In diesem Thema gehts um die Nähe zur Mannschaft und nicht um irgendwelche "Machtverhältnisse" auf den Rängen. "Thema verfehlt - sechs - setzen."



Grundsätzlich hat deine Antwort vier Daumen verdient. Aber eine kleine Korrektur würde ich vornehmen, weil er das wahrscheinlich anders gemeint hat: Mit Chef im Ring meinte er das Unterstützungspotenzial. Wenn alle mitmachen würden, macht das einen anderen Eindruck auf der Gegenseite, als wenn es stiller ist. Und dann wäre man halt Support-mäßig "Chef im Ring".
Dass es aber besser ist, wenn auch rein optisch nur 100 - 150 Leute vom "Kern" da sind zeigt mal wieder, dass man sich selbst genug ist. Denn ich glaube, dem Verein würde es trotzdem gut gefallen, wenn 800 oder 1000 Anhänger (ich sage bewusst Anhänger, denn den Titel "Fan" tragen wir ja nicht) bei einem Auswärtsspiel da wären. Und den Anwesenden würde es sicher auch mehr Spaß machen. Aber das ist immer wieder das alte Thema. Da machst du nichts dran. Abgesehen davon, dass ich mich ohnehin entschieden habe, nur noch ganz selten oder gar nicht zu fahren, müsste ich vorher meinen User-Namen noch ändern. Denn den habe ich mir nicht zufällig ausgesucht. Im Übrigen würden mir 800
frenetische Mitfahrer schon reichen. Sie müssen nicht
fanatisch sein. Das geht auch schnell mal in die Hose.
Wenn man mal länger in einer Liga spielt, wo ein höheres Fan - oder Anhängeraufkommen üblich ist, könnten die Hemmungen bei den Normalos vielleicht auch geringer werden und sie machen mit. Ich weiß noch, dass damals beim Aufstieg in Köln-Höhenberg bestimmt auch an die 600 waren. Und ich kann mich gut erinnern, dass da ganz sicher mehr mitgemacht haben, als die einzig wahren "Fans". Weil man sich anstecken ließ und es einfach spontan und schön war. Ich finde es sehr schade, dass man nicht einfach so sein darf, wie man gestrickt ist und eine Minderheit entscheidet, wie das zu sein hat, wann man zu singen und zu feiern hat, wann man Unmutsbekundungen in welcher Form äußern kann usw. Das Thema hatten wir neulich schon und werden es immer wieder haben. Die Freiheit, so zu sein wie man ist oder sein möchte, gilt halt nicht für jeden. Ich persönlich habe aber auch schon moderatere Meinungen aus den Kreisen erfahren, wenn ich mich ausgetauscht habe. Der eine oder andere weiß eben, dass nicht alle Menschen gleich sind. Alle die bei so was dabei sind, wollen die Sportfreunde sehen. Das dürfte doch wohl als "kleinster" gemeinsamer Nenner reichen, wenn man nicht nur an sich denkt und Nabelschau betreiben will. Und wenn in den Zeitungen steht, dass 1000 Auswärtsfahrer dabei waren, interessiert es keinen, ob die alle das Gesangbuch dabei hatten. Da beeindruckt auch einfach mal die Zahl.