Als unmittelbare Antwort stelle ich die Fragen mal hier, aber diskutiert werden müsste das eigentlich dann wieder unter "Vereinsentwicklung & Diskussion". Hier geht es ja um "andere Vereine".
Habt ihr beiden denn tatsächlich geglaubt, dass sich SFS als Aufsteiger nach etlichen Jahren Oberliga auch einfach mal so durch die Liga "sägt", wie andere, die in dieser Liga nun schon einige Jahre verharren? Findet ihr, dass man sozusagen mental, in den Köpfen der Verantwortlichen für sowas vorbereitet und gewappnet ist? Ist es nicht ein unglaublicher Kraftakt, auch infrastrukturell alles so zu bereiten, wie es für die 3. Liga notwendig ist? Sind es neben dem Sportlichen nicht zu viele Dinge, die auf einen Schlag erledigt werden müssen?
Oder wäre es besser, Schritt für Schritt zu gehen, jetzt erstmal die Rasenheizung zu bekommen und Stück für Stück andere Vorgaben umzusetzen, die notwendig sind? Ist es nicht nachhaltiger, in der Liga anzukommen und durch den Wettkampf zu schauen, wie weit man in der Lage ist, mitzuhalten? Wenn man jetzt alle Spiele gewinnen würde, dann würde ich gelten lassen, dass es genau dieser Leistungsknick gewesen ist, der unter Nehrbauer eingetreten war, also die unzähligen Unentschieden, nach denen dann aber keine Rückkehr zu Siegen kam, sondern Niederlagen folgten, der Mannschaft die Punkte gekostet hat, welche dann am Ende fehlen. Aber für mich wäre es immer noch eine Ausnahme, dass ein Aufsteiger mal eben durch die Liga marschiert und ohne Delle als Erster aufsteigt. Das hat Kaiserslautern in den Neunzigern von der zweiten in die erste Liga mal geschafft und ist dort dann Meister geworden. Aber das ist nicht üblich. Ich finde, man sollte mit Blick auf die Vereinsgeschichte ein bisschen abrüsten in den Köpfen, damit man gesund und stabil nach den Fleischtöpfen greifen kann. Immer wieder scheint ja durch, dass man jetzt in einer Profiliga ist. Und in Windeseile etabliert sich da alles in den Köpfen, was mit dem Begriff "Profi" assoziiert wird. Aber da wo andere seit Jahren darum kämpfen, wieder nach oben zu kommen, befindet sich dieser Verein mit seinen atemberaubenden Talfahrten in der Historie gerade mal ein halbes Jahr. Wenn man es am Ende schafft, unter den ersten Drei oder Fünf zu landen, dann ist das für das erste Jahr mit einer Delle und dem Trainerwechsel schon nicht schlecht. Gleichzeitig wächst das Drumherum bestenfalls im Gleichschritt. Obwohl der Gedanke an einen Aufstieg in diesem Jahr ein süßer und verlockender Wein ist, auch für mich, glaube ich, dass es besser ist, nicht gleich wieder den Krösus raushängen zu lassen. Und noch weiß keiner, ob der Trainerwechsel und alles was damit an Veränderung eingeleitet wird, wirklich zum gewünschten Erfolg führt. Diese Saison ist zum Herantasten gedacht. Mehr sehe ich da nicht mehr. Und wie gesagt, es wäre eine starke Leistung, wenn man mit den für Siegen üblichen Wettbewerbsnachteilen (Wetter und unzählige Nachholspiele), der Leistungsbeule und dem Trainerwechsel, am Ende nochmal oben anklopfen würde. Das ist schon Herausforderung genug.
Antworten würde ich der Richtigkeit halber dann im anderen Thread erwarten.