Abschied von Klaus Schmidt

Tribünen-Normalo

Hat nicht sollen sein!

Der Verein hat das eben eingestellt. Ich muss sagen, dass mir das sehr leid tut. Er war ein sehr netter und freundlicher Zeitgenosse, mit dem man immer ein Pläuschchen im Stadion halten konnte, wenn man ihn traf. Mir war schon vor langer Zeit aufgefallen, dass man ihn dort nicht mehr sah. Ich hatte die Gelegenheit, im April 2018 ein Portrait über ihn und seine lange und erfolgreiche SFS-Vergangenheit im Sportfreunde Echo zu schreiben und habe ihn dabei etwas näher kennengelernt und einige Anekdoten und Anekdötchen erfahren dürfen. Das war für einen im Vergleich jüngeren Anhänger wie mich ein interessantes Kapitel. Er gehörte ganz sicher zu der Kategorie der Großen in der SFS-"Ahnengalerie". Viele aus dieser Zeit gibt es nicht mehr.
RiP Klaus
 
Hier mal ein kleines Beispiel dessen, was er mir damals u.a. zum Besten gegeben hat und ich dann so für den Text übernommen habe. Gerade diesen Passus fand ich damals wie heute äußerst bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie die Zeiten heute so sind. Man bedenke, er kam aus Gosenbach!

1960/1961 schnürte der damals 10-jährige erstmals seine Fußballschuhe in Niederschelden, wo seine erfolgreiche Jugendzeit begann, um dann im Jahr 1963 zu den Sportfreunden Siegen zu wechseln. ,,Einen Fahrdienst, wie heute vielfach üblich, gab es in dieser noch sehr bescheidenen Zeit nicht", so Klaus Schmidt. Also wurde der Weg zum Training zu Fuß zurückgelegt. Heute wohl nicht mehr vorstellbar. Scherzhaft könnte man sagen, dass dies vielleicht ein Grundstein für seine enorme Laufstärke war, denn in Siegen angekommen, begann ja das eigentliche Training erst. Respekt !
 
Er war zusammen mit Arno Friedrich der Dauerläufer und Kämpfer im Mittelfeld. Seine Ära ab Ende der 1960iger durfte ich als Jungspund begleiten.

RIP Klaus
 
Er war zusammen mit Arno Friedrich der Dauerläufer und Kämpfer im Mittelfeld. Seine Ära ab Ende der 1960iger durfte ich als Jungspund begleiten.

RIP Klaus
Man hatte ihn vom schnellen Außenläufer zum 6er umfunktioniert, mit dem Argument, dass man auf der Position einen haben muss, der dem Gegner "weh tun" kann. (Zitat von Klaus) Und diese Position hat er wohl sehr erfolgreich bekleidet. Wie aktuell die Dinge doch bleiben oder wieder sein können. So einer würde uns heute auch wieder gut zu Gesicht stehen.
 
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