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Ich zitiere mal die Antwort von Matthias Georg auf die Frage "Wie fällt Ihr persönliches Fazit aus?":
Matthias Georg: Mit der Saisonendplatzierung bin ich sehr zufrieden, das konnte vor der Saison so keiner wirklich erwarten und hätte jeder sofort unterschrieben. Insofern kann man in vielerlei Hinsicht ein positives Fazit ziehen. Wir haben natürlich durch die super Ergebnisse in der Hinrunde im Winter die Hoffnung gehabt, da oben nochmal ein bisschen anzustinken. Das haben wir leider nicht geschafft, aber das ist kein Beinbruch und schmälert auch nicht den Erfolg. Letztendlich muss man da ja auch Fortuna Köln ein Kompliment machen, die haben das Ding total effektiv durchgespielt.

Dass er zufrieden ist, geht für mich in Ordnung. Aber dass jeder Platz 7 sofort unterschrieben hätte, ist grober Unfug. Ich finde, dass in der Saison deutlich mehr möglich war. Dabei rede ich nicht vom Aufstieg, aber mindestens Platz 5 war sicher möglich.
Und ich stimme Brasilia100 zu, Fortuna Köln hat genau keine souveräne Saison gespielt. Die haben aber die Gunst der Stunde genutzt, dass auch kein anderer Verein in der Lage war, konstant zu spielen.

Eine andere Frage im Interview: "Suchen Sie für den Kader jetzt Ergänzungen oder Verstärkungen?"
Georg: Wir haben eigentlich eine sehr günstige Ausgangslage. Die Abgänge hören sich zwar viel an, aber einen Umbruch haben wir gar nicht. Mit Ausnahme von Malik Hodroj verlassen uns die Spieler, die hinten dran waren. Insofern haben wir ein Top-Fundament, weil wir eine eingespielte Truppe haben, die sich charakterlich gut versteht und weiß, welche Automatismen der Trainer sehen will. Das ist eine super Basis, um sich gezielt mit absoluten Verstärkungen zu verbessern.

Da gehe ich komplett mit. Wir haben die Stamm-Elf nahezu komplett gehalten, und wenn es jetzt gelingt, punktuell noch mal auf hohem Level zu verstärken, dann haben wir sehr gute Voraussetzungen für die kommende Saison.

Letzte Frage: "Sie haben kürzlich gesagt, Sie wollen sich tabellarisch verbessern. Ist das die Zielsetzung, oder wie würden Sie formulieren?"
Georg: Eine Zielsetzung können wir erst mit der neuen Mannschaft am Ende der Vorbereitung besprechen. Dann haben wir ein klares Bild und dann geben wir eine Zielsetzung raus. Wir sind jetzt Siebter geworden und haben es geschafft, eine Euphorie auszulösen. Die wollen und müssen wir weiter entfachen, das ist unser Ziel. Das geht natürlich am besten, wenn du besser als Tabellenplatz 7 abschneidest. Da sind wir dann doch wieder beim Saisonstart, darauf kommt es dann schon an. Aber es gibt keinen Grund, sich vorher sechs Wochen Druck zu machen.

Klar, man muss abwarten, wen man am Ende des Tages wirklich nach Siegen holen kann. Nicht jeder Wunschspieler wird hier unterschreiben.
Aber den Druck, sich erkennbar zu verbessern, kann man auch nicht wegschweigen.
Insbesondere Schommers steht unter einem immensen Erfolgsdruck, der Saisonstart wird für ihn extrem wichtig. Denn egal welche Spieler wir dazu holen, die Erwartungen werden höher sein als in der letzten Saison.
Da wird der Erfolg des Vereins zum Problem, die Sportfreunde Siegen haben glücklicherweise wieder ganz andere Möglichkeiten. Und die wecken halt Begehrlichkeiten - egal ob der Verein offensiv von "oben angreifen" spricht oder versucht, den Druck zu minimieren mit "mal schauen, eine tabellarische Verbesserung wäre super".
 
Ich hab die Zeitung auch gelesen ,
Mathias Georg ordnet das gut ein .

Einige Leute hier die bestimmte Sachen kaum abwarten können ,sollten mal etwas runterfahren ,auch Zynismus ist nicht angebracht .

Ich gehe stark davon aus das zum Saison Auftakt 11 Spieler von uns auf dem Platz stehen
 
Da wird der Erfolg des Vereins zum Problem, die Sportfreunde Siegen haben glücklicherweise wieder ganz andere Möglichkeiten. Und die wecken halt Begehrlichkeiten - egal ob der Verein offensiv von "oben angreifen"....
Das ist doch auch immer gewünscht und erhofft worden. Jetzt sind die Geister geweckt und man sollte nicht versuchen, sie gleich wieder in die Flasche zurück zu drücken. Alles andere wäre doch ein "Vor sich hin plätschern".
Insbesondere Schommers steht unter einem immensen Erfolgsdruck,
Für einen nicht unerheblichen Teil der Anhängerschaft stand er das von Anfang an. Die Vita ist nun mal so wie sie ist. Und jetzt fängt die Phase des "Sein oder nicht Sein" an, um es mit Shakespeare auszudrücken.
 
Eine kleine Exkursion zur Einordnung.
Wird zwar jetzt als Klugscheißen tituliert werden, aber ich halte den Unterschied für sehr entscheidend. Auch wenn wohl jeder weiß, dass er selbst je nach Situation und ggfls. persönlicher Kränkung zu beidem neigen kann, finde ich das im Zusammenhang mit dem Blick auf die Erwartungen zur Saison und Trainer wichtig, hier klar den Unterschied zu (er)kennen.


Zynismus
Zynismus bezeichnet eine spöttische und verächtliche Haltung gegenüber gesellschaftlichen Werten, Moralvorstellungen oder den Gefühlen anderer. Ein Zyniker geht davon aus, dass alles Handeln auf purem Eigeninteresse beruht, und drückt dies durch beißenden Spott oder gefühllose Aussagen aus. [1, 2]

Die wichtigsten Aspekte auf einen Blick
  • Die Grundhaltung: Zynismus ist oft Ausdruck von tiefem Misstrauen und Enttäuschung. Ein zynischer Mensch glaubt nicht an das Gute im Menschen und stellt eigennützige Motive in den Vordergrund.
  • Das Verhalten: Zynische Äußerungen verletzen bewusst gesellschaftliche Konventionen, Anstand oder den Respekt. Es werden gezielt Schwächen, Notlagen oder Ideale anderer verspottet.
Zynismus im Alltag (Beispiel)
Ein typisches zynisches Verhalten zeigt sich, wenn jemand eine Notlage auf reine Vorteilsnahme reduziert. Beispiel: Jemand sieht einen Obdachlosen auf der Straße und verweigert eine Spende mit dem Kommentar: „Dem gebe ich nichts, der kauft sich davon doch eh nur Alkohol.“ [1]


Ironie
Ironie ist ein rhetorisches Stilmittel, bei dem Sie das Gegenteil von dem sagen, was Sie tatsächlich meinen. Ziel ist es, Sachverhalte humorvoll, entlarvend oder kritisch zu kommentieren. Im Gegensatz zur Lüge ist das Publikum bei der Ironie eingeweiht und versteht die wahre Bedeutung. [1, 2, 3]

Kernmerkmale der Ironie
  • Das Prinzip: Die Aussage sagt „A“, aber der Hörer versteht „B“ (oft das absolute Gegenteil).
  • Das Wissen: Sprecher und Zuhörer teilen das Wissen um die wahre Bedeutung der Aussage.
  • Die Erkennbarkeit: Sie wird oft durch Tonfall, Übertreibung, Gestik oder den offensichtlichen Kontext erkennbar. [1, 2, 3]

Häufige Alltagsbeispiele
  • Beispiel 1: Sie lassen versehentlich ein Glas fallen und sagen: „Das hast du ja wieder toll hinbekommen!“
    • Gemeint ist: Das war ein großes Missgeschick.
    • Beispiel 2: Es regnet in Strömen, Sie schauen aus dem Fenster und sagen: „Was für ein fantastisches Sommerwetter heute!“
      • Gemeint ist: Das Wetter ist furchtbar. [1]

Meiner Meinung nach ist Ironie auch ein Stilmittel, dem aber per Definition eine humorvollere Variante unterstellt wird. Ohne diese macht jeder humorvolle Diskurs oft gar keinen Spaß. Ich will nicht bestreiten, dass Betroffene, um die es geht, je nach Situation in der sie sich befinden, schnell unterstellen, dass sie mit Zynismus überschüttet werden. Auch bei mir gab es im Leben Situationen wo ich das so empfunden habe.

Um es nochmal konkret auf uns zu beziehen: Sind die Wünsche, die z. B. seitens Duisburg in Sachen Trainer an uns gerichtet wurden (z.B. wir wünschen euch viel Spaß mit dem...) Ironie oder Zynismus? Kann man mal drüber nachdenken. Ich finde jedenfalls, dass sich bisher noch keiner zynisch geäußert hat. Weder dazu, noch zu den (nicht verkündeten) Zielen des Vereins. Für mich ist das alles eher Ironie.
 
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