Gegengerade und die „Rude Boys“ Fahne

Mmh - Freistoß und Ecke geht ja noch. Da stoppt das Spiel. Alles andere passiert ja aus dem Fluss. Wie will man das so genau steuern. Und der Fahnen-Experte bekommt das u. U. auch gar nicht mit. Das ist alle klein-klein. Ich finde immer, da müsste man sich bei einem Irle oder auch zwei einfach einigen können. Zumal man sich ja kennt. Aber du hast Recht - ist ein schwieriges Thema. Einfach kann jeder!
 
Die einen werden sagen: Wir stehen hier schon seit Ewigkeiten und für uns gehört es zur Fankultur dazu.

Die anderen werden sagen: Wir stehen hier schon seit Ewigkeiten und wollen - wie immer - das Spiel sehen.

Da einen Mittelweg zu finden ist schwer. Grundsätzlich könnten ja beide Seiten einen anderen Platz wählen. Aber beide Seiten fragen sich: Warum wir/ich?

Bei einem Freistoß oder einer Ecke ist der Prozentsatz groß, dass etwas entscheidendes in der Aktion passiert. Daher Fahne unten. Ist der Ball im Mittelfeld oder wird in den eigenen Reihen gehalten, passiert so schnell nichts wildes. Und wenn, dann könnte man die Fahne rasch nach unten tun. Das wäre ein Mittelweg.

Ansonsten könnten diejenigen, die die Fahne stört, kurzerhand selbst eine basteln und stellen sich mal unter die Rude Boys. Vielleicht führt das dann wiederum zur Erkenntnis, dass man von einer Fahne durchaus gestört werden kann, wenn man sie vor sich hat?

Reden hilft bekanntlich.
 
Ansonsten könnten diejenigen, die die Fahne stört, kurzerhand selbst eine basteln und stellen sich mal unter die Rude Boys. Vielleicht führt das dann wiederum zur Erkenntnis, dass man von einer Fahne durchaus gestört werden kann, wenn man sie vor sich hat?
Den Gedanken hatte ich auch schon. Aber ich glaube, dass würde die gepflegte Diskussionskultur extrem beeinträchtigen.;)
Ich beschäftige mich hier als Nichtbetroffener nur damit, weil ich mich einfach ein wenig in die Situation versetzen kann. Nicht weil ich mich einmischen will. Ich habe lange genug an solchen Stellen gestanden, die weit vom Punkt mit der besten Sicht entfernt waren. Deshalb fällt es mir schwer zu verstehen, warum der Eine, der das Problem für fast alle aus beiden Gruppen lösen könnte, nicht weiter nach oben rückt. Wenn er sich einsam fühlt, rücken die anderen eben nach. Dann stehen halt alle weiter oben, aber immer noch zentral. Und alle darunter sehen wieder was. Aber mich beschleicht das Gefühl, dass es auf diese Weise unlösbar ist.
 
Erstmal Danke für die Meinungen, auch wenn - was letztlich Sinn einer Diskussion ist - mir nicht alle 100% in den Kram passen ;)

Die Anregung, sich "ein paar Meter" seitlich zu stellen, greift leider zu kurz. Es ist völlig egal, wo man steht, solange man im "roten Bereich" meiner Skizze steht, sieht man (durch das Wedeln jeweils wechselnde) Teile des Spielfelds definitiv nicht.
Um nicht mehr von einer zentral geschwungenen Fahne genervt zu werden, muss man nicht fünf, sechs Meter umziehen (das würden wir sofort machen), sondern deutlich weiter nach außen.
Und ganz ehrlich: Die Kurven scheiden für mich als Standort aus, von da kann ich das Spiel nicht gut verfolgen. Mag an den älter gewordenen Augen liegen, jedenfalls ist das echt keine Option.

Dazu kommt, dass wir nicht von mir als Einzelperson reden, sondern von wirklich vielen Leuten, die im mittigen Bereich der GG stehen. Da gibt es reichlich Unmut, die meisten leiden eher still oder bleiben halt einfach weg.
Fakt ist, dass es überhaupt keinen Spaß macht, so Fußball (nicht) zu sehen.

Für mich besteht ein Fußballspiel auch nicht nur aus Torraumszenen, ich sehe tatsächlich gerne vollständige Spielzüge. Das ist Stand jetzt eindeutig unmöglich.

Reden hilft bekanntlich.
Das hatte ich bislang in meinem Leben so auch erfahren. In diesem Fall half alles Reden nicht - und das finde ich tatsächlich ziemlich befremdlich.

"Freiheit endet da, wo andere eingeschränkt werden" oder "was du nicht willst was man dir tut, das tu auch keinem anderen an".
Das waren mal sinnvolle Grundsätze für ein freundliches Mit- oder wenigstens Nebeneinander.
Im Stadion scheint es aber ähnlich wie im Straßenverkehr so nicht zu funktionieren. Sehr sehr schade.
 
Ein Mediator wird gebraucht. So wird das doch heute gemacht. Beim Rothaarpark wurde doch schon Armin Laschet vorgeschlagen. Vielleicht kann der das gleich mit erledigen. Oder man fragt am Donnerstag mal Alex Blessin. Der kennt das Stadion noch, als es noch etwas voller war.:D
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Stadion scheint es aber ähnlich wie im Straßenverkehr so nicht zu funktionieren. Sehr sehr schade.
Straßenverkehr, Supermarkt, Nachbarn, Kollegen, Wartezimmer ....überall.
Wir befinden uns in einem Zeiten - u. Wertewandel. Die Leitplanken, die man mal mit auf den Weg bekommen hat, fallen einfach um. Ein Teilaspekt eines großen Ganzen.
 
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