Fehlstart in Rhynern – so darf ein Aufstiegsaspirant nicht auftreten
Ich weiß, es war erst der erste Spieltag und eine Saison wird sicherlich nicht nach einem Spiel entschieden. Trotzdem muss man nach dem 2:3 in Rhynern auch deutliche Kritik äußern dürfen. Für mich war das über weite Strecken schlicht viel zu wenig. Vor allem die erste Halbzeit war für eine Mannschaft mit unseren Ambitionen erschreckend schwach.
Nach gerade einmal zwei Minuten liegt man beim Aufsteiger bereits mit 0:1 zurück. Natürlich kann ein frühes Gegentor immer passieren. Viel schlimmer fand ich aber, was danach passiert ist. Wir haben überhaupt keine richtige Kontrolle über das Spiel bekommen und Rhynern konnte immer wieder gefährlich nach vorne kommen.
Das 1:1 durch Güler hätte eigentlich der Moment sein müssen, an dem wir das Spiel an uns reißen. Stattdessen kassieren wir anschließend noch zwei Gegentore und gehen mit einem 1:3 in die Halbzeit. Und das Schlimmste daran: Dieser Rückstand war nicht einmal unverdient.
Wenn unser Anspruch tatsächlich lautet, in dieser Saison ganz oben anzugreifen, darf so etwas bei einem Aufsteiger eigentlich nicht passieren.
Für mich lag ein großes Problem im Zentrum. Wir haben genügend Spieler im Kader, die technisch für Regionalliga-Verhältnisse richtig Qualität besitzen. Trotzdem gelang es viel zu selten, das Spiel zu kontrollieren. Bei Ballverlusten war Rhynern teilweise viel zu schnell vor unserer letzten Linie. Die Abstände wirkten zu groß, die Absicherung fehlte und der Gegner bekam Räume, die wir so niemals anbieten dürfen.
Und da muss man dann eben auch über den Trainer sprechen.
Boris Schommers ist für mich nach diesem Spiel ausdrücklich nicht von der Kritik auszunehmen. Natürlich wäre es völliger Unsinn, nach dem ersten Spieltag schon den Trainer infrage zu stellen oder eine große Trainerdiskussion anzufangen. Aber genauso falsch wäre es, die Verantwortung ausschließlich bei den Spielern zu suchen.
Schommers hat mittlerweile einen Kader zur Verfügung, mit dem man meiner Meinung nach in dieser Liga hohe Ansprüche haben darf. Mit Spielern wie Güler, Cueto oder Dacaj ist noch einmal zusätzliche Qualität dazugekommen.
Dann erwarte ich aber auch, dass man auf dem Platz eine klare Spielidee erkennt.
Der Trainer stellt die Mannschaft auf, gibt die taktische Ausrichtung vor und muss während des Spiels reagieren, wenn etwas offensichtlich nicht funktioniert. Wenn wir nach wenigen Minuten zurückliegen, defensiv kaum Zugriff bekommen und bei einem Aufsteiger zur Pause verdient mit 1:3 hinten liegen, dann ist das nicht ausschließlich ein Problem der Spieler. Dafür trägt auch der Trainer Mitverantwortung.
Die zweite Halbzeit war sicherlich besser. Die Mannschaft hat reagiert, mehr Druck entwickelt und Willms hat uns mit dem 2:3 wieder ins Spiel gebracht.
Aber ganz ehrlich: Wenn man zur Halbzeit 1:3 zurückliegt, muss eine Reaktion auch das absolute Minimum sein.
Für mich stellt sich deshalb vielmehr die Frage, warum diese Intensität nicht von Anfang an vorhanden war. Warum müssen wir erst mit zwei Toren hinten liegen, bevor wir anfangen, das Spiel wirklich an uns reißen zu wollen?
Auch offensiv erwarte ich von dieser Mannschaft mehr. Wenn man sich anschaut, welche individuelle Qualität mittlerweile vorhanden ist, müssen wir einen Gegner wie Rhynern über längere Phasen viel stärker unter Druck setzen können. Es reicht nicht, darauf zu hoffen, dass irgendwann eine Einzelaktion von Güler, Cueto, Dacaj oder Willms das Spiel entscheidet.
Wir müssen als Mannschaft gefährlich werden.
Am Ende steht ein 2:3 beim Aufsteiger und damit ein völlig unnötiger Fehlstart.
Nach einem Spieltag gibt es überhaupt keinen Grund für Panik. Aber dieses Spiel sollte ein deutlicher Warnschuss gewesen sein.
Gegen Hilden erwarte ich deshalb eine klare Reaktion. Und damit meine ich nicht einmal ausschließlich drei Punkte.
Ich möchte eine Sportfreunde-Mannschaft sehen, bei der man von der ersten Minute an erkennt, dass sie dieses Spiel bestimmen will. Aggressiv gegen den Ball, kompakt bei Ballverlusten, mutig nach vorne und vor allem mit der Körpersprache einer Mannschaft, die in dieser Liga ganz oben mitspielen möchte.
Wir haben meiner Meinung nach einen Kader, mit dem wir hohe Ansprüche haben dürfen. Dann müssen Mannschaft und Trainer sich aber auch an diesen Ansprüchen messen lassen.
Ein 2:3 in Rhynern kann passieren.
Die Art und Weise, insbesondere in der ersten Halbzeit, darf sich aber nicht wiederholen.
Und wenn wir in den kommenden Spielen erneut dieselben Probleme sehen – große Abstände, fehlende Kontrolle, defensive Anfälligkeit und offensiv trotz der vorhandenen Qualität zu wenig Durchschlagskraft – dann muss man irgendwann nicht nur über die Spieler sprechen.
Dann muss sich auch Boris Schommers kritische Fragen gefallen lassen.
Jetzt ist die Mannschaft gefragt, gegen Hilden die richtige Antwort auf diesen Fehlstart zu geben.
Ich weiß, es war erst der erste Spieltag und eine Saison wird sicherlich nicht nach einem Spiel entschieden. Trotzdem muss man nach dem 2:3 in Rhynern auch deutliche Kritik äußern dürfen. Für mich war das über weite Strecken schlicht viel zu wenig. Vor allem die erste Halbzeit war für eine Mannschaft mit unseren Ambitionen erschreckend schwach.
Nach gerade einmal zwei Minuten liegt man beim Aufsteiger bereits mit 0:1 zurück. Natürlich kann ein frühes Gegentor immer passieren. Viel schlimmer fand ich aber, was danach passiert ist. Wir haben überhaupt keine richtige Kontrolle über das Spiel bekommen und Rhynern konnte immer wieder gefährlich nach vorne kommen.
Das 1:1 durch Güler hätte eigentlich der Moment sein müssen, an dem wir das Spiel an uns reißen. Stattdessen kassieren wir anschließend noch zwei Gegentore und gehen mit einem 1:3 in die Halbzeit. Und das Schlimmste daran: Dieser Rückstand war nicht einmal unverdient.
Wenn unser Anspruch tatsächlich lautet, in dieser Saison ganz oben anzugreifen, darf so etwas bei einem Aufsteiger eigentlich nicht passieren.
Für mich lag ein großes Problem im Zentrum. Wir haben genügend Spieler im Kader, die technisch für Regionalliga-Verhältnisse richtig Qualität besitzen. Trotzdem gelang es viel zu selten, das Spiel zu kontrollieren. Bei Ballverlusten war Rhynern teilweise viel zu schnell vor unserer letzten Linie. Die Abstände wirkten zu groß, die Absicherung fehlte und der Gegner bekam Räume, die wir so niemals anbieten dürfen.
Und da muss man dann eben auch über den Trainer sprechen.
Boris Schommers ist für mich nach diesem Spiel ausdrücklich nicht von der Kritik auszunehmen. Natürlich wäre es völliger Unsinn, nach dem ersten Spieltag schon den Trainer infrage zu stellen oder eine große Trainerdiskussion anzufangen. Aber genauso falsch wäre es, die Verantwortung ausschließlich bei den Spielern zu suchen.
Schommers hat mittlerweile einen Kader zur Verfügung, mit dem man meiner Meinung nach in dieser Liga hohe Ansprüche haben darf. Mit Spielern wie Güler, Cueto oder Dacaj ist noch einmal zusätzliche Qualität dazugekommen.
Dann erwarte ich aber auch, dass man auf dem Platz eine klare Spielidee erkennt.
Der Trainer stellt die Mannschaft auf, gibt die taktische Ausrichtung vor und muss während des Spiels reagieren, wenn etwas offensichtlich nicht funktioniert. Wenn wir nach wenigen Minuten zurückliegen, defensiv kaum Zugriff bekommen und bei einem Aufsteiger zur Pause verdient mit 1:3 hinten liegen, dann ist das nicht ausschließlich ein Problem der Spieler. Dafür trägt auch der Trainer Mitverantwortung.
Die zweite Halbzeit war sicherlich besser. Die Mannschaft hat reagiert, mehr Druck entwickelt und Willms hat uns mit dem 2:3 wieder ins Spiel gebracht.
Aber ganz ehrlich: Wenn man zur Halbzeit 1:3 zurückliegt, muss eine Reaktion auch das absolute Minimum sein.
Für mich stellt sich deshalb vielmehr die Frage, warum diese Intensität nicht von Anfang an vorhanden war. Warum müssen wir erst mit zwei Toren hinten liegen, bevor wir anfangen, das Spiel wirklich an uns reißen zu wollen?
Auch offensiv erwarte ich von dieser Mannschaft mehr. Wenn man sich anschaut, welche individuelle Qualität mittlerweile vorhanden ist, müssen wir einen Gegner wie Rhynern über längere Phasen viel stärker unter Druck setzen können. Es reicht nicht, darauf zu hoffen, dass irgendwann eine Einzelaktion von Güler, Cueto, Dacaj oder Willms das Spiel entscheidet.
Wir müssen als Mannschaft gefährlich werden.
Am Ende steht ein 2:3 beim Aufsteiger und damit ein völlig unnötiger Fehlstart.
Nach einem Spieltag gibt es überhaupt keinen Grund für Panik. Aber dieses Spiel sollte ein deutlicher Warnschuss gewesen sein.
Gegen Hilden erwarte ich deshalb eine klare Reaktion. Und damit meine ich nicht einmal ausschließlich drei Punkte.
Ich möchte eine Sportfreunde-Mannschaft sehen, bei der man von der ersten Minute an erkennt, dass sie dieses Spiel bestimmen will. Aggressiv gegen den Ball, kompakt bei Ballverlusten, mutig nach vorne und vor allem mit der Körpersprache einer Mannschaft, die in dieser Liga ganz oben mitspielen möchte.
Wir haben meiner Meinung nach einen Kader, mit dem wir hohe Ansprüche haben dürfen. Dann müssen Mannschaft und Trainer sich aber auch an diesen Ansprüchen messen lassen.
Ein 2:3 in Rhynern kann passieren.
Die Art und Weise, insbesondere in der ersten Halbzeit, darf sich aber nicht wiederholen.
Und wenn wir in den kommenden Spielen erneut dieselben Probleme sehen – große Abstände, fehlende Kontrolle, defensive Anfälligkeit und offensiv trotz der vorhandenen Qualität zu wenig Durchschlagskraft – dann muss man irgendwann nicht nur über die Spieler sprechen.
Dann muss sich auch Boris Schommers kritische Fragen gefallen lassen.
Jetzt ist die Mannschaft gefragt, gegen Hilden die richtige Antwort auf diesen Fehlstart zu geben.