Brasilia100
Sehr aktives Mitglied
Das wäre dann eine Erkenntnis, die nur bedingt aussagefähig ist. Denn Spieler wie Pursian und Nabesaka sind gute Oberliga-Spieler und haben sich auf sozusagen bekanntem Terrain bewegt. Es ist letztlich ohne Aussagekraft, denn ab Samstag sitzen sie wieder auf der Bank. (wenn überhaupt) Wahrscheinlich ist das richtig, weil es im Moment um ganz andere Dinge geht. Aber sie tun mir halt leid. So wie ich das auch in anderen Fällen immer wieder empfunden habe. Auch wenn "das Geschäft so ist".
Nun ja. Nabesaka hatte doch am Anfang der Saison nun wirklich Möglichkeiten, sich zu zeigen und zu beweisen. Ich hatte "damals" eingeordnet, dass dessen Leistungen schwach werden, was andere anders bewertet haben. Schlussendlich haben das Marco Beier (ich meine, auf Schalke hat Nabesaka das erste mal auf der Bank gesessen) und auch Volkan Uluc wohl genauso gesehen. Ich hatte bereits aber vorher schon gewarnt: Oberliga ist nicht Regionalliga, sondern eine ganz andere Nummer. Und: nach so einer Verletzung braucht es viel Zeit, um wieder zurückzukommen.
Wären er und auch Pursian auf einem "ausreichenden" RL-Niveau, dann hätten die beiden unter den nun drei Trainern in dieser Saison sicherlich auch weiterhin Startelf gespielt (Nabesaka) oder hätten überhaupt mal in dieser gestanden (Pursian). Ich sehe das aber gar nicht einmal negativ. Vielmehr bin ich froh, dass beispielsweise mit Pursian ein Eigengewächs in unserem Regionalliga-Kader steht, der dort zumindest mithalten kann. Und es spricht auch nichts dagegen, dass er sich weiterentwickelt und vielleicht irgendwann seine Chance so nutzt, wie es zb Hodroj getan hat.
Ansonsten hast du wohl recht. Die Wechsel haben nicht zu einer Verschlechterung geführt. Aber bei mir bleibt ein wenig der Eindruck, dass das gestern eher wieder ein kleiner Rückschritt war. Ich hatte nicht den Eindruck, dass man beliebig hätte nachlegen, bzw. die Zügel hätte anziehen können. Und der Dosenöffner war immerhin ein Eigentor. Für die Grundstimmung ist es natürlich nützlich. Man muss sich bis Samstag nicht mit einer Niederlage beschäftigen, sondern kann "unbeschwert" das nächste Spiel angehen. Und dann wird man sehen, ob das gestern eher den "Pokalgesetzen" unterlegen war oder ob es wieder oder immer noch stottert. Die weitaus wichtigere und zukunftsweisendere Erkenntnis wird man am Samstag erlangen.
Wie gesagt, ich will das nicht zerreden oder klein reden. Es geht mir nur um eine Standortbestimmung oder Einordnung nach diesem Spiel.
Selbst wenn es auf dich wie ein Rückschritt gewirkt hat und vielleicht auch auf den Trainer oder so manchen Spieler: Dann wird man immer noch deuten, dass ja nicht die Elf aus Bocholt da am Platz stand. Insofern sollte sich an der positiven Grundstimmung nichts ändern, was aus meiner Sicht nach einem Westfalenpokalspiel am wichtigsten ist.