Kooperation mit VfL Klafeld-Geisweid

Heute ist dann der Bericht über die Entscheidung vom VFL Klafeld- Geisweid in der SZ.
Ich muss sagen, dass für mich da mehr Fragen als Antworten bleiben. Am Ende wird es so sein, dass man sich die Antworten selber geben kann und muss, weil die Beweggründe des Scheiterns, wie gesagt, dem alten Denken entspringen und die Aussicht, einen rot-weißen Anstrich zu bekommen, quasi die letzten Reserven mobilisiert hat. Reserven, die sich bisher trotz der lauten Hilferufe des vorherigen Vorstands, vornehm zurückgehalten haben. Wenn man Äußerungen des neuen geschäftsführenden Vorstands liest, die da sagen, dass man dem bisherigen Vorstand für seinen Einsatz dankt und dass der mit drei Leuten eigentlich geleistet hat, was sechs Leute hätten machen müssen, dann klingt das fast schon zynisch. Denn die sechs bis sieben Neuen, die sich jetzt zusammenraufen, hätten sich doch einfach melden können.

Manchmal passen vielleicht gewisse personelle Konstellationen auch nicht.
 
Reserven, die sich bisher trotz der lauten Hilferufe des vorherigen Vorstands, vornehm zurückgehalten haben. Wenn man Äußerungen des neuen geschäftsführenden Vorstands liest, die da sagen, dass man dem bisherigen Vorstand für seinen Einsatz dankt und dass der mit drei Leuten eigentlich geleistet hat, was sechs Leute hätten machen müssen, dann klingt das fast schon zynisch. Denn die sechs bis sieben Neuen, die sich jetzt zusammenraufen, hätten sich doch einfach melden können.
Mit der Erfahrung vieler Jahre Vereinsarbeit ist das alles nicht zynisch, sondern ganz normal.
Solange es Leute gibt, die einen Verein am Leben halten, werden sich "Reservisten" immer zurück halten. Erst wenn es wirklich um die Wurst geht, gibt man sich den entscheidenden Ruck.
Denn eins ist klar: So einen Verein zu führen ist mehr als nur ein bisschen "Blabla" und es ist nicht "mal eben" nebenher gemacht.
Das ist jedem bewusst, der sich mit Vereinsleben befasst. Und es ist halt deutlich bequemer zuzuschauen, wie andere sich das antun, als selbst aktiv zu werden.

Klafeld sollte eher froh sein, dass sich Leute gefunden haben, die zumindest versuchen wollen, den Verein am Leben zu halten. Denn die "Fusion" wäre das Ende des Vereins geworden, zumindest in der bisher bekannten Form.
Und man kann nur hoffen, dass "die Neuen" mehr Unterstützung erfahren als der vorherige Vorstand.
 
Und man kann nur hoffen, dass "die Neuen" mehr Unterstützung erfahren als der vorherige Vorstand.
Ich nehme mal nur den Satz, weil ich glaube, dass dem genau nicht so sein wird.
Und Klafeld ist sicher froh, dass sich neue Leute gefunden haben. Denn die sind ja fast einstimmig gewählt worden. Und selbst der alte Vorstand ist froh, dass es vorbei ist.
Der Zynismus oder sagen wir, das Pharisäertum, liegt für mich darin, dass, wäre es nicht um eine quasi-Kapitulation (so wird es ja in manchem Beton-Kopf empfunden) zu Gunsten des an sich im Umfeld immer noch verhassten ehemaligen Rivalen gegangen, der alte Vorstand weiter nach Hilfe hätte rufen können. Ohne Erfolg. Die Situation war die ganze Zeit prekär. Aber erst dieser Grund reichte dann aus, um tätig zu werden. Rein existenziell ging es doch schon seit Jahren um die Wurst. Mit jedem der Altvorderen, der verstorben ist, wurde es schwieriger. Es hat keinen gejuckt. Und ohne, dass sich Unterstützer in jeglicher Art finden, wird es in Kürze wieder um das Thema gehen. Ich hoffe du hast Recht und es sind echte "Reservisten"(was ich an sich schon schlimm finde) und keine Selbstdarsteller, die glauben machen wollen, dass sie den Verein vor der roten(-weißen) Hölle bewahrt haben.

Und ich bleibe dabei, dass es bei diesem Verein nicht mehr nur um den Verein selber geht, sondern um seine Einbettung in einen immer mehr zum "Lost Ground" werdenden Stadtteil und seiner Rolle als eines der letzten Identifikationsmerkmale aus besseren Zeiten. Das macht es nicht einfacher und sollte mit in die Betrachtung der "Neuen" einbezogen werden.
 
Ich nehme mal nur den Satz, weil ich glaube, dass dem genau nicht so sein wird.
Und Klafeld ist sicher froh, dass sich neue Leute gefunden haben. Denn die sind ja fast einstimmig gewählt worden. Und selbst der alte Vorstand ist froh, dass es vorbei ist.
Der Zynismus oder sagen wir, das Pharisäertum, liegt für mich darin, dass, wäre es nicht um eine quasi-Kapitulation (so wird es ja in manchem Beton-Kopf empfunden) zu Gunsten des an sich im Umfeld immer noch verhassten ehemaligen Rivalen gegangen, der alte Vorstand weiter nach Hilfe hätte rufen können. Ohne Erfolg. Die Situation war die ganze Zeit prekär. Aber erst dieser Grund reichte dann aus, um tätig zu werden. Rein existenziell ging es doch schon seit Jahren um die Wurst. Mit jedem der Altvorderen, der verstorben ist, wurde es schwieriger. Es hat keinen gejuckt. Und ohne, dass sich Unterstützer in jeglicher Art finden, wird es in Kürze wieder um das Thema gehen. Ich hoffe du hast Recht und es sind echte "Reservisten"(was ich an sich schon schlimm finde) und keine Selbstdarsteller, die glauben machen wollen, dass sie den Verein vor der roten(-weißen) Hölle bewahrt haben.

Und ich bleibe dabei, dass es bei diesem Verein nicht mehr nur um den Verein selber geht, sondern um seine Einbettung in einen immer mehr zum "Lost Ground" werdenden Stadtteil und seiner Rolle als eines der letzten Identifikationsmerkmale aus besseren Zeiten. Das macht es nicht einfacher und sollte mit in die Betrachtung der "Neuen" einbezogen werden.
Ich befürchte, dass es dem VfL Klafeld-Geisweid dauerhaft so gehen wird wie dem VfB Weidenau. Die spielen in der D-Liga, sind inzwischen aber sogar an den ASV angegliedert. In diesen Stadtteilen ist es schwer, vielleicht inzwischen sogar unmöglich, ein Vereinsleben beizubehalten oder neu zu entfachen. Diejenigen, die das wollen, gehen dann eher aufs Dorf, beispielsweise zum SV Setzen. Diesen Vereinen ist es dann auch eher möglich, kleinere Sponsoren zu finden. Und dann kann es auch mal schnell in die Bezirksliga gehen. Diese Verbundenheit wird man in Weidenau oder Klafeld nicht wieder herstellen und so immer am Existenzminimum bleiben.
 
Ich befürchte, dass es dem VfL Klafeld-Geisweid dauerhaft so gehen wird wie dem VfB Weidenau. Die spielen in der D-Liga, sind inzwischen aber sogar an den ASV angegliedert. In diesen Stadtteilen ist es schwer, vielleicht inzwischen sogar unmöglich, ein Vereinsleben beizubehalten oder neu zu entfachen. Diejenigen, die das wollen, gehen dann eher aufs Dorf, beispielsweise zum SV Setzen. Diesen Vereinen ist es dann auch eher möglich, kleinere Sponsoren zu finden. Und dann kann es auch mal schnell in die Bezirksliga gehen. Diese Verbundenheit wird man in Weidenau oder Klafeld nicht wieder herstellen und so immer am Existenzminimum bleiben.
Das stimmt. Und mehr oder weniger sprichst du die Grundproblematik ja genau an. Geisweid hat sich ja schon in Richtung des etwas dörflicheren Teils orientiert, mit Sohlbach-Buchen. Das wäre für mich beispielsweise eine Kooperation wenn nicht sogar ein Zusammenschluss, den ich klasse fände. Man kennt sich ohnehin untereinander. Schon alleine wegen allem, was sich neben Fußball so abspielt. Ich habe beispielsweise schon in beiden Vereinsheimen und Ortsteilen gewaltig Bier getrunken.:ROFLMAO: Zu unterschiedlichen Anlässen.

Geisweid braucht eine Aufwertung. Kommt die nicht, wird der Verein mit in den Strudel gezogen, bzw. kann sich nicht mehr daraus befreien.
 
Ich befürchte, dass es dem VfL Klafeld-Geisweid dauerhaft so gehen wird wie dem VfB Weidenau. Die spielen in der D-Liga, sind inzwischen aber sogar an den ASV angegliedert. In diesen Stadtteilen ist es schwer, vielleicht inzwischen sogar unmöglich, ein Vereinsleben beizubehalten oder neu zu entfachen. Diejenigen, die das wollen, gehen dann eher aufs Dorf, beispielsweise zum SV Setzen. Diesen Vereinen ist es dann auch eher möglich, kleinere Sponsoren zu finden. Und dann kann es auch mal schnell in die Bezirksliga gehen. Diese Verbundenheit wird man in Weidenau oder Klafeld nicht wieder herstellen und so immer am Existenzminimum bleiben.
Nach der geplatzten Fusion von Weidenau und Klafeld vor zig Jahren, haben nicht wenige Befürworter der Selbigen gesagt, dass wird sich in ein paar Jahren rächen.

Ganz unrecht haben diese Personen anscheinend nicht gehabt.

Als über die Fusion abgestimmt wurde, spielte Klafeld noch Bezirks- und Weidenau A-Liga. Sah also alles etwas besser aus.
 
Gehört rein sportlich nicht hierhin, aber es gehört in den Kontext meiner letzten Beiträge zu Klafeld-Geisweid und deren finaler Entscheidung, den Überlebenskampf auf sich gestellt weiter zu führen.

Ich sehe ja bekannterweise das Ganze im Zusammenhang mit der Situation des Ortsteils, der nach meiner Meinung mehr und mehr runterkommt und schon seit Jahren von der Stadt Siegen maximal noch mit einem Auge gesehen wird. Eben kam dann das nächste Mosaiksteinchen dazu und ich musste feststellen, dass es seit heute auch keine Postfiliale mehr gibt. Hinweisschild: "Nächste Poststelle in Weidenau". Vor ein paar Tagen hat aus Altersgründen eines der letzten Traditionsgeschäfte mit Haushaltswaren, Schlüsseldienst und diesem und jenen geschlossen. Und so geht das jetzt schon seit Jahren. Ich könnte es weiter aufzählen, würde aber dann in ein Fahrwasser kommen wo man vorsichtig sein muss.

Was ich damit sagen will ist, dass ich mich frage, wie ein Fußballverein, der zu den letzten Gebilden gehört, die es aus einer einstmals blühenden Gemeinde noch gibt, aber selber seit Jahren an der Dialyse hängt, es schaffen will, in diesem prekären Umfeld Zuschauer, Ehrenamtler und vor allem Sponsoren zu bekommen, die es möglich machen, mal wieder Luft zu holen. Da fehlt mir jegliche Fantasie. Du lockst ja keine Zuschauer aus der Ferne an. Die kämen wohl hauptsächlich aus dem Ort oder den angrenzenden Dörfern, wenn überhaupt. Ehrenamtler? Geisweid stirbt aus. Die Alten sind tot und damit versiegte diese Quelle für den Verein zunehmend. Keiner kommt mehr nach. Sponsoren wollen nicht in ein Totengebet einstimmen, sondern wenigstens noch irgendetwas aus einem Engagement ziehen. Aber wer verirrt sich hierher? In einer der ausgeprägtesten multikulturellen Gemengelagen im Siegerland teilen sich die Fußballinteressierten noch auf zwischen dem VFL und Türk Geisweid, mit denen man sich ja auch das Stadion teilt. Wie will dieser Verein das unter diesen Umständen schaffen, was er jetzt schon seit Jahren nicht geschafft hat?

Ich frage mich wirklich, wann man mal wach wird und in all den Dörfern oder anderen kleinen Stadtteilen mit ihren meistens ebenfalls am Fliegenfänger hängenden Fußballvereinen, endlich Vernunft einkehrt und Kooperationen/Fusionen auf die Beine stellt, bevor ein Verein nach dem anderen verschwindet. Und sie werden verschwinden, genau wie Bäckereien, Metzger, kleine Mode -u. Fachgeschäfte, Postfilialen , Frittenbuden mit Currywurst und Pommes oder einem Schnitzelchen und, und, und. Haare schneiden lassen, das geht hier noch. Manchmal bis 22:30 Uhr. Ich will nicht falsch verstanden werden. Man lebt hier und wird das sicher auch bis zum Schluss tun. Aber es wird nicht nur immer unwirtlicher und umständlicher, wenn man jetzt für ein Einschreiben nach Weidenau fahren muss, am besten mit dem Bus auf der Umweltspur, dann ist man halt 3 Stunden unterwegs hin und zurück. Und wenn es auch sonst nicht mehr viel hier gibt, wird das sicher Normalität.

Aber wie ausgerechnet ein relativ abgehängter Fußballverein hier das Paradebeispiel geben soll und aus dem ansonsten ruinösen Umfeld wieder aufersteht, dass erschließt sich mir immer weniger. Deshalb glaube ich, dass der Abgesang lediglich vertagt ist. Wie bereits erwähnt.

Ich habe fertig.
 
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Ich habe eben gesehen, dass es jetzt einen SZ-Bericht gibt, über die Reaktion und das weitere Vorgehen von SFS in Sachen Absage vom VFL und der Suche nach einem NLZ-Standort. Leider hinter der Bezahlschranke. Ich schätze, das wird am Samstag oder am Montag in der Druckausgabe zu lesen sein.
 
Heute geht es in der SZ mit dem nächsten Kapitel weiter und der Bericht führt auf, wie SFS nun gedenkt, nach der gescheiterten "Fusion" mit Klafeld-Geisweid weiterzumachen. Ich fasse das mal zusammen:

Die eigentlich allenthalben bekannte Situation ist die, dass auf den Nebenplätzen im Leimbachtal/Oberes Leimbachtal alles aus allen Nähten platzt. In den jüngeren Altersklassen teilen sich bis zu vier Mannschaften den Platz beim Training. Logisch, dass daher die Kapazitäten im Hofbachtal eine große Entlastung gebracht hätten. Das sollte dann auch den ersten Schritt zur Zertifizierung zum FLVW-Ausbildungsverein darstellen, dem dann später die Auszeichnung zum NLZ folgen soll. Mit Blick auf die 1. Mannschaft und die Gesamtstruktur des Vereins wäre das laut D´Aiola eine wichtige und interessante Option gewesen. Und natürlich ein immenser Schritt in Richtung Professionalisierung.

Man stellt aber klar, dass das Projekt jetzt nicht beerdigt wird, nur weil in Geisweid ein neuer Vorstand gewählt wurde. Eine Option ist die, dass man erneut über den Bau eines eigenen Geländes nachdenkt, was aber im Laufe des Austauschs mit der Stadt Siegen zu der Erkenntnis führte, dass es momentan eher keine geeigneten freien Flächen gibt. Die Alternative wäre der Umbau eines alten Sportgeländes, das nicht mehr regelmäßig genutzt wird. Beispielhaft wird da der alte Ascheplatz am Haardter Berg genannt. Dieser wurde ja auch im Rahmen der Reihe über die "Lost Grounds" in der SZ schon mal erwähnt. Für all das müssen aber jetzt erst mal wieder neue Konzepte erstellt werden. Man könne das "nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln", so D´Aloia. Es soll aber jetzt angestoßen werden. Eingestellt sind die Gedankenspiele und Bemühungen, sich einen anderen Partner als Klafeld-Geisweid zu suchen. Man will nicht mehr aktiv auf andere Vereine zugehen und das in Eigenregie auf die Beine stellen.
D´Aloia : "Wir müssen jetzt sehen, dass wir losgelöst davon das Heft des Handelns in die Hand nehmen und selbst schauen wie wir die Platzproblematik gelöst bekommen".

So weit so gut oder so schlecht. Wenn man bedenkt, dass die Gespräche mit dem vorherigen Vorstand der Geisweider schon eine ganze Zeitlang stattfanden, ist das natürlich jetzt kurz vor einer Umsetzung ein Rückschlag. Aber ich denke, dass man diesen Strang weiterverfolgt und auch erfolgreich abschließt. Für umso wichtiger halte ich persönlich es, dass parallel dazu das Sportliche in eine Richtung geht, die mit all diesen Bestrebungen Schritt hält. Es sähe ziemlich seltsam aus, wenn man drumherum alles in den Profibereich entwickelt und auf dem Platz scheitert es dann an einem Aufstieg. Deshalb bleibe ich dabei, dass die nächste Saison eine "Schlüsselsaison" sein wird und sein muss. Hier muss vom Trainer bis zur neu zusammengestellten Mannschaft diesmal alles passen. Natürlich immer nur, soweit man das aus menschlichem Ermessen vorher beeinflussen kann. Eine erneute Trainerdiskussion mitten in der Saison darf da nicht wieder Thema sein und die besagten "Unterschiedsspieler" sollten nun auch geholt werden, um dann aus einer gestärkten Gemengelage ein Team zu formen, welches ein konstanter und ernstzunehmender Kandidat für einen Aufstieg sein wird. Die Schwächen, die immer wieder stark oder mal weniger Stark zutage treten, müssen abgestellt werden und es muss eine klare Philosophie auf dem Feld erkennbar sein. Es muss wieder dahin gehen, dass man die Jungs nachts wecken kann und jeder weiß wie seine Laufwege sind und was zu tun ist. Es ist bekannt, dass ich zu jenen gehöre, die die Voraussetzungen dafür momentan nicht oder nur sehr bedingt als gegeben ansehen. In dem Zusammenhang bin ich wirklich gespannt, wie man das letzte große Saison-Highlight am Samstag gestalten wird. Dann sind alle Augen auf SFS gerichtet. Meistermacher oder Meister-Verhinderer? Wie schlägt man sich und welche Qualitäten kann man wirklich auf den Platz bringen? Bei großer Kulisse vor Ort und ebenfalls wohl großem Medieninteresse.

Was den VFL Klafeld-Geisweid betrifft, so bin ich gespannt, ob die Berichterstattung auch hier weiterverfolgt wird und so wie jetzt bei SFS darüber berichtet wird, wie man sich dort das selbständige "Überleben" sichern will. Nur weil man seit Längerem wieder einen etwas besseren Tabellenplatz belegt, sind die Probleme nicht gelöst. Es wäre interessant, von den neuen Verantwortlichen, für die die Hinwendung zu den Sportfreunden überhaupt erst die Initialzündung dargestellt hat, ihrem prekären Verein und dem nach Hilfe rufenden Vorstand unter die Arme zu greifen, mal zu hören, wie sie dieses Unterfangen bewerkstelligen wollen. Nur weil fünf bis sieben "neue" Leute da sind, halte ich es für gewagt, dass die sofort den einen oder anderen bereitwilligen Sponsor unter dem Arm haben und auch auf den anderen Gebieten plötzlich die Lösung aller Probleme anbieten können. Für mich als Außenbetrachter, der über all die Jahre zwar alles verfolgt hat, aber nicht mehr die Nähe zum Verein hat, wie in der Kindheit, war deren oberstes Ziel, erst mal das "Schlimmste" zu verhindern und die Gespräche mit SFS zu beenden. Hier im Ort hört man so das eine und das andere, ohne dass man natürlich eine Garantie geben kann, ob das alles stimmt. Was aber wohl stimmt, ist der Punkt, dass man sich seitens SFS wirklich viel Mühe gemacht hat und explizit Roland Schöler in seiner Rolle dabei sehr gut weggekommen ist und gelobt wird. Und das kann ich mir mehr als gut vorstellen. Wer hat in dieser Gemengelage mehr Erfahrung mit einem strauchelnden, kurz vor dem Exodus stehenden Verein? Und wer kann sich besser in die Lage der Protagonisten versetzen, die versuchen, das irgendwie abzuwenden? Wenn man so mitbekommt, wer da jetzt auf Geisweider Seite dabei ist, wundert es mich bei dem einen oder anderen nicht, dass die Gespräche möglichst schnell abgebrochen wurden. Denn die Hardliner von der Sorte, die mir früher für Leserbriefe, die ich im Sinne von SFS veröffentlicht habe, anonyme Briefe mit allen möglichen Inhalten in den Briefkasten geworfen haben oder mir beim Einkaufen - wenn auch zum Teil mit lustigem Hintergrund - "Schwate" angedroht haben, weil man sich als quasi Ur-Geisweider für "so was" hergibt, diese Hardliner sind vereinzelt immer noch unterwegs. Deshalb bin ich persönlich gespannt, wie all diese Leute nun wieder "blühende Landschaften" schaffen wollen, während der andere Vorstand sich vorher schon den Allerwertesten aufgerissen hat, ohne nachhaltigen Erfolg. Und ich betone es immer wieder - das ganze findet in einem Umfeld und Ortsteil statt, denn ich so empfinde und wahrnehme, wie ich es vor ein paar Tagen hier schon beschrieben habe. Ich wünsche mir, dass man diesen Leuten wirklich die nötigen Antworten abringt, wie sie das bis zum Oberdeck reichende Wasser wieder aus dem Schiff bekommen wollen. Ich gönne es ihnen, im Sinne des Vereins und dieses abgehängten Ortsteils. Aber ich melde mit Blick auf alles was schon versucht wurde, echte Zweifel an. Man ist nicht mehr in den 70er und 80er Jahren. Und dahin wird es weder mit Geisweid noch mit diesem Verein wieder zurückgehen. Ich bin gespannt auf die weitere Berichterstattung.
 
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