Es gibt zwei Modelle: Eins im Sinne des Sports (Kompass) und eins im Sinne mancher Funktionäre (Regionen).
Für mich liest sich dieser "Kompromiss" wie das Ergebnis einer Erpressung: Entweder wir nehmen das "Regionenmodell" mit auf oder wir stimmen nicht zu!
Ich kann es gerade nicht in Zahlen fassen, aber aus dem Bauch heraus wäre die Regionalliga West dann ein "Regiönchen", denn NRW ist nun wahrlich kein Viertel der Fläche der BRD. Und auch die "Südwest" ist das nicht. Demzufolge würden die beiden "Nord-Ost-Bayern" Staffeln echte Flächenwunder mit entsprechend langen Strecken zwischen den einzelnen Spielorten. Auf so einen Schwachsinn können nur verbohrte Funktionäre kommen, wie Frymuth ("ich will meine NRW-Liga behalten"), Kern aus Bayern ("wir wollen immer einen Sonderweg") oder Schaffert ("Flensburg hat sonst zu weite Fahrten" - komisch wenn man an der nahezu nördlichsten Stelle der BRD zuhause ist...).
Jetzt hat man also angeblich
einen Lösungsvorschlag erarbeitet, der aber derart weit auseinander liegt, dass es mich gruselt. Das gibt noch richtig Ärger.
Für mich sieht vieles danach aus, dass es zum Regionenmodell kommt. Denn die Entscheidung liegt ausschließlich bei den Verbänden. Und deren Mehrheit hat offensichtlich das Regionenmodell durchgedrückt - nur der Verband Nord-Ost ist als Verband für das Kompass-Modell.
Ob die Vereine und Zuschauer so viel Druck aufbauen können, dass noch zwei der vier Sturköpfe einknicken? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen. Das Ergebnis wären dann vier eher unattraktive Regionalligen. Die beiden Flächenstaffeln im Norden-Osten-Bayern leiden unter langen Wegen. Und im Westen / Südwesten bleibt alles beim Alten.
Was mir in dem Zusammenhang noch unklar ist: Wie würde denn die Quali zum Regionenmodell aussehen? West und Südwest spielt mit den aktuellen Vereinen weiter. Und im Norden, Nordosten, Bayern steigt jeweils etwa ein Drittel ab, damit aus dem Rest die Vereine für die zwei Ligen zusammen kommen? Liest sich sportlich ausgegoren und bundesweit einheitlich