Regionalliga-Reform

18 (!) Zweite Mannschaften kicken momentan in den fünf Regionalligen.

Diese alle in eine eigene Liga packen, ohne Aufstiegsrecht, und fertig.
Einziger Anreiz der neu geschaffene Titel
"Deutscher Meister der 2.Mannschaften"

Verbleiben 72 Teams für 4 Regionalligen.
Dann die deutsche Lankarte, ebenfalls KI unterstützt, in vier feste Territorien einteilen, und die "Überhänge"/"Fehlenden" halt nächstmöglich verschieben.
 
Tja... Nicht alles was alle meinen es wäre gut, muss auch der DFB für gut befinden.
Da lohnt es sich, den Text genauer zu lesen, denn der Titel ist von fupa einfach schlecht gewählt.

"Das Kompassmodell ist – anders als behauptet – nicht die präferierte Lösung des DFB. Auf der Konferenz der Landes- und Regionalverbandspräsidenten am 9. März 2026 in Frankfurt hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf nochmals ausdrücklich klargestellt, dass er – anders als dargestellt – bisher keine Aussage zu irgendeinem Modell getätigt hat und auch keine Präferenz hat."

Während also der Beitragstitel Ablehnung suggeriert, legt der DFB Wert darauf zu sagen, dass er gar keine Präferenz hat.
Und das ist auch richtig, denn sonst würde man dem Ergebnis der Arbeitsgruppe vorgreifen, was sicher ganz schlechter Stil wäre.

Trotz allem bleibt das unnötig spannend, ich verstehe nach wie vor nicht, wie man eine derart gut durchdachte Lösung nicht beschließt.
Es gibt dabei aus meiner Sicht nur Gewinner, denn die Auf- und Abstiegsregeln sind damit endlich bundesweit einheitlich. Und genau so stelle ich mir die Schnittstelle zwischen 3. Liga (bundesweit) und 4. Liga (regional) vor.
 
„Die AG Regionalliga-Reform hat sich in ihrer fünften Sitzung für eine viergleisige Regionalliga ausgesprochen! Neben dem Kompassmodell wird auch das Regionenmodell zur Abstimmung vorgeschlagen. Das Regionen-Modell würde die Regionalliga West und Südwest stärken. Reform zur Saison 2028/29 wahrscheinlich.“


Etwas kritischer formuliert:
 
Es gibt zwei Modelle: Eins im Sinne des Sports (Kompass) und eins im Sinne mancher Funktionäre (Regionen).

Für mich liest sich dieser "Kompromiss" wie das Ergebnis einer Erpressung: Entweder wir nehmen das "Regionenmodell" mit auf oder wir stimmen nicht zu!
Ich kann es gerade nicht in Zahlen fassen, aber aus dem Bauch heraus wäre die Regionalliga West dann ein "Regiönchen", denn NRW ist nun wahrlich kein Viertel der Fläche der BRD. Und auch die "Südwest" ist das nicht. Demzufolge würden die beiden "Nord-Ost-Bayern" Staffeln echte Flächenwunder mit entsprechend langen Strecken zwischen den einzelnen Spielorten. Auf so einen Schwachsinn können nur verbohrte Funktionäre kommen, wie Frymuth ("ich will meine NRW-Liga behalten"), Kern aus Bayern ("wir wollen immer einen Sonderweg") oder Schaffert ("Flensburg hat sonst zu weite Fahrten" - komisch wenn man an der nahezu nördlichsten Stelle der BRD zuhause ist...).

Jetzt hat man also angeblich einen Lösungsvorschlag erarbeitet, der aber derart weit auseinander liegt, dass es mich gruselt. Das gibt noch richtig Ärger.
Für mich sieht vieles danach aus, dass es zum Regionenmodell kommt. Denn die Entscheidung liegt ausschließlich bei den Verbänden. Und deren Mehrheit hat offensichtlich das Regionenmodell durchgedrückt - nur der Verband Nord-Ost ist als Verband für das Kompass-Modell.

Ob die Vereine und Zuschauer so viel Druck aufbauen können, dass noch zwei der vier Sturköpfe einknicken? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen. Das Ergebnis wären dann vier eher unattraktive Regionalligen. Die beiden Flächenstaffeln im Norden-Osten-Bayern leiden unter langen Wegen. Und im Westen / Südwesten bleibt alles beim Alten.

Was mir in dem Zusammenhang noch unklar ist: Wie würde denn die Quali zum Regionenmodell aussehen? West und Südwest spielt mit den aktuellen Vereinen weiter. Und im Norden, Nordosten, Bayern steigt jeweils etwa ein Drittel ab, damit aus dem Rest die Vereine für die zwei Ligen zusammen kommen? Liest sich sportlich ausgegoren und bundesweit einheitlich :unsure:
 
Es gibt zwei Modelle: Eins im Sinne des Sports (Kompass) und eins im Sinne mancher Funktionäre (Regionen).

Für mich liest sich dieser "Kompromiss" wie das Ergebnis einer Erpressung: Entweder wir nehmen das "Regionenmodell" mit auf oder wir stimmen nicht zu!
Ich kann es gerade nicht in Zahlen fassen, aber aus dem Bauch heraus wäre die Regionalliga West dann ein "Regiönchen", denn NRW ist nun wahrlich kein Viertel der Fläche der BRD. Und auch die "Südwest" ist das nicht. Demzufolge würden die beiden "Nord-Ost-Bayern" Staffeln echte Flächenwunder mit entsprechend langen Strecken zwischen den einzelnen Spielorten. Auf so einen Schwachsinn können nur verbohrte Funktionäre kommen, wie Frymuth ("ich will meine NRW-Liga behalten"), Kern aus Bayern ("wir wollen immer einen Sonderweg") oder Schaffert ("Flensburg hat sonst zu weite Fahrten" - komisch wenn man an der nahezu nördlichsten Stelle der BRD zuhause ist...).

Jetzt hat man also angeblich einen Lösungsvorschlag erarbeitet, der aber derart weit auseinander liegt, dass es mich gruselt. Das gibt noch richtig Ärger.
Für mich sieht vieles danach aus, dass es zum Regionenmodell kommt. Denn die Entscheidung liegt ausschließlich bei den Verbänden. Und deren Mehrheit hat offensichtlich das Regionenmodell durchgedrückt - nur der Verband Nord-Ost ist als Verband für das Kompass-Modell.

Ob die Vereine und Zuschauer so viel Druck aufbauen können, dass noch zwei der vier Sturköpfe einknicken? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen. Das Ergebnis wären dann vier eher unattraktive Regionalligen. Die beiden Flächenstaffeln im Norden-Osten-Bayern leiden unter langen Wegen. Und im Westen / Südwesten bleibt alles beim Alten.

Was mir in dem Zusammenhang noch unklar ist: Wie würde denn die Quali zum Regionenmodell aussehen? West und Südwest spielt mit den aktuellen Vereinen weiter. Und im Norden, Nordosten, Bayern steigt jeweils etwa ein Drittel ab, damit aus dem Rest die Vereine für die zwei Ligen zusammen kommen? Liest sich sportlich ausgegoren und bundesweit einheitlich :unsure:
Die RL Nord und Bayern sind dermaßen unattraktiv und vor allen Dingen dürften dort die wenigsten Klubs die höheren Zulassungsbeschränkungen - wenn es sie denn geben wird - erfüllen können. Für mich kann das nur heißen: Nordost-Klubs bleiben, werden aber in der Mitte des Landes auseinander dividiert. Die einen nach oben (Norden), die anderen nach unten (Süden). Damit könnte man nämlich den Osten besänftigen, dass ja bei dieser Lösung alle Klubs dabei bleiben können.

Aber es ist ein Witz. Und solche Verbandsfürsten gehören direkt abgewählt.
 
Zurück
Oben