Als Fan der Sportfreunde Siegen fragt man sich nach dem Spiel gegen Bocholt erneut, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Das war ĂĽber weite Strecken einfach zu wenig. Kaum Tempo, kaum Ideen, kaum Torgefahr.
Wir spielen viel zu langsam. Die Pässe kommen nicht an, im Mittelfeld fehlt die Kreativität und vorne wirkt alles harmlos. Es ist frustrierend zu sehen, dass selbst einfache Kombinationen nicht funktionieren. Statt Druck aufzubauen, spielen wir quer und zurück – und wenn es mal nach vorne geht, endet es meist im nächsten Fehlpass.
Bocholt war sicher auch kein überragender Gegner, aber wir haben es nicht geschafft, daraus Kapital zu schlagen. Es war eines dieser typischen Spiele, bei denen man als Zuschauer hofft, dass irgendwann ein Geistesblitz kommt – doch der bleibt aus.
Unter Trainer Schommers haben wir bisher eigentlich nur ein wirklich überzeugendes Spiel gesehen – gegen Schalke 04 II. Ansonsten ist das meistens schwer anzuschauen. Es fehlt eine klare Spielidee, ein Plan, wie wir Spiele dominieren wollen.
Mit solchen Auftritten braucht man über Aufstieg gar nicht nachdenken – weder diese Saison noch nächste. Dafür fehlt aktuell einfach zu viel: Tempo, Mut, Struktur und vor allem Durchschlagskraft.
Wir stehen trotzdem hinter dem Verein. Aber langsam muss eine Entwicklung zu sehen sein. Denn so reicht es einfach nicht.