Wenn man dieses Credo, was du am Ende deines Beitrag hervorgehoben hast, gleich am Anfang der Saison zur Überschrift gemacht hätte,
Zieht den Nutzen aus der dieser Saison und formuliert dann euren Anspruch an das Neue.
wäre der hier folgende Satz überhaupt kein Thema gewesen
Jagt der der Siegerländer zu häufig die Begriffe wie Aufstieg oder 3. Liga durch seine Synapsen,
dann ist jedes Abweichen eine Katastrophe.
Dann wiederum hätte man keinen Trainerwechsel vollziehen müssen, der bis jetzt den Abstand zur Spitze um den Faktor ca. 2,8 vergrößert hat (bis zum Wechsel 6 Punkte Abstand, jetzt 17) bei nahezu identischer Punkteausbeute, ca. 1,6 damals zu heute ca. 1,7. Damit dürfte eigentlich klar sein, dass man sich auch bei den verantwortlichen Stellen erhofft hat, durch diesen Wechsel mitten in der Saison am Ende doch noch etwas mehr rauszuholen, als das für einen "normalen" Aufsteiger erwartbar wäre. Oder man hat nicht daran geglaubt, dass der damalige Trainer mit einer Spielweise, die von Mal zu Mal schwerer anzusehen war, mit etlichen Unentschieden und dann folgenden Niederlagen, den Trend nochmal gedreht bekommt und man wollte einem weiteren Abrutschen zuvor kommen. Egal von welchem Ende man es betrachtet, mit dem jetzigen Trainer ist es nicht besser geworden. Bezüglich des Abstands zur Spitze sogar schlechter. Die Frage bleibt: Was war der Grund für den Wechsel? Zumal nach dem Trainingslager nochmal gesagt wurde, dass man schauen wolle, was man nach oben noch erreichen könne.
Unter den ersten Fünf bis Acht abzuschließen wäre für eine "Normalaufsteiger-Saison" eine prima Sache. Und damit muss und sollte man sich langsam abfinden. Wie es dann in der nächsten Saison weitergehen soll, diese Frage stellt sich dann auch durch diesen Satz
Wenn ich als Trainer eine vorgefertigte Mannschaft bekomme kann ich nur das aus ihr herausholen wozu die
Spieler bereit sind oder tatsächlich handwerklich können.
Neben dieser Feststellung könnte man natürlich auch bemerken, dass ein Trainer durchaus die Fähigkeit haben darf, den Status Quo des Teams oder von Einzelspielern zu verbessern. Nimmt man an - und das ist sehr weit hergeholt - dass diese Mannschaft diese "handwerklichen" Fähigkeiten nicht hätte, dann wird eine neue zusammengestellt. Und an der Stelle muss man dann halt mit Blick auf den Saisonverlauf früh genug entscheiden, ob man mit dem Trainer ein weiteres Experiment macht oder nicht. Macht man es und es klappt nicht, steht der nächste wieder davor, eine vorgefertigte Mannschaft zu bekommen, die vielleicht gar nicht seiner Philosophie entspricht. Und das in der Saison, in der man eigentlich auch offiziell einen Angriff starten will. Schwierig ! Man muss jetzt ganz genau abwägen was man will. Würde irgendwer zu dem Ergebnis kommen, dass man diese Mannschaft überhaupt nicht so belassen kann, dann stellen sich ja ganz andere Fragen - nämlich warum man die so zusammengestellt hat. Deshalb halte ich das für weit hergeholt und abwegig.
Klar ist jedenfalls, dass man - Stand jetzt - einen ähnlichen Status hat wie unter Nehrbauer und wenn man dann nicht so reagiert, wie man es bei ihm getan hat, dann wird das Gründe haben. Hauptsächlich wird es so sein, dass man Schommers zutraut, diese Mannschaft zu verbessern, Neuzugänge mit auszusuchen, die genau dazu passen und für die 3. Liga noch etwas mehr Qualität haben und das dann zum Erfolg zu führen. Jeder Außenstehende muss für sich selber entscheiden, ob er das so für möglich hält oder nicht. Eine weitere Ruptur während der laufenden nächsten Saison wäre für mich kaum nachvollziehbar. Der Schuss, den man bis zum Ende dieser Saison in Sachen Vorbereitung der nächsten abfeuert, muss sitzen!